Krampfanfälle (Epilepsie)

Leider werden Krampfanfälle bei AS-Kindern noch vor der Pubertät zum Problem.

Die Mehrheit aller Angels leidet unter Epilepsie, die bereits im frühen Kindesalter (meist zwischen dem ersten und dem dritten Lebensjahr) beginnt. Dabei treten die ersten Anfälle häufig in Zusammenhang mit Fieber als sogenannte Fieberkrämpfe auf. Die Form der Anfälle kann dabei bei jedem Betroffenen anders ausfallen und variiert zwischen Zuckungen, Krämpfen, Ohnmachtsanfällen oder einem „leeren Blick“/ Abwesenheit. Ein Patient kann ebenfalls mehrere Formen der epileptischen Anfälle zeigen, wobei nicht alle Anfälle so einfach zu identifizieren sind. Ein leichtes Flattern der Wimpern, oder der abwesende Blick in den Raum, kann auch schnell mit Müdigkeit verwechselt werden.
Das EEG (Messung der Hirnaktivität) von AS-Betroffenen ist auch ohne epileptische Anfälle meist auffällig und weist sogar ein recht typisches Muster auf, so z.B. große, langsam ansteigende und spitz zulaufende Kurven. Derzeit wird daher auch die Möglichkeit der Diagnostik mittels EEG untersucht.
Es gibt bisher noch keine wissenschaftliche Übereinstimmung hinsichtlich einer optimalen Medikation. Es gibt jedoch Anwendungsschemata, die bei AS häufiger eingesetzt werden als andere. So kommen Antiepileptika, die bei kleinen Anfällen verabreicht werden, häufiger zum Einsatz als Medikamente zur Behandlung großer Anfälle. Hierbei ist eine Einzelmedikation zwar vorzuziehen, jedoch meist nicht ausreichend, um die Anfälle vollständig zu behandeln. Eine neurologische Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt ist in jedem Falle zu empfehlen, da sich die Therapie der Epilepsie durch viele Faktoren, wie einen veränderten Neurotransmitterhaushalt, schwierig gestalten kann. Ein Kompromiss zwischen Medikamentendosis und Nebenwirkungen bleibt meist die akzeptabelste Lösung für betroffene Familien.

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