Sprechen und Sprache

Viele AS-Betroffene scheinen ein großes Sprachverständnis zu besitzen, jedoch sind sie im sprachlichen Ausdruck erheblich eingeschränkt.

Dies bedeutet, dass sie viel mehr verstehen, als sie selber zum Ausdruck bringen können. Die nichtverbalen Sprachfähigkeiten AS-Betroffener sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Allen gemein ist aber, dass Menschen mit AS komplexe Kommunikationsbedürfnisse haben. Daher muss der Unterricht so auf sie zugeschnitten sein, dass ihnen der Zugang zu Hilfsmitteln mit symbolischer Kommunikation ermöglicht wird, z.B. durch Symbol-Displays, Sprachausgabegeräte oder Bildtafeln. Gleichzeitig sollte die nicht-symbolische Kommunikation, also der Einsatz der Körpersprache und der natürlichen Gestik geachtet und gefördert werden. Je nachdem auf welches Medium am besten angesprochen wird, sollte dieses so intensiv wie möglich mit in den Alltag eingebunden werden. Der Erwerb von Kommunikationsfähigkeiten ist mit steigendem Alter und geistiger Entwicklung eine Notwendigkeit für die Selbstbestimmung. Gerade pubertärer Stress wird durch die fehlende Kommunikationsfähigkeit verstärkt.
Kommunikationsprobleme können ansonsten zu herausforderndem Verhalten führen. AS-Betroffene nutzen aggressive und autoaggressive Reaktionen meist entweder, wenn sie um etwas bitten, das sie haben möchten (wie sozialen Kontakt oder ein greifbares Objekt) oder wenn sie aus einer für sie unangenehmen Situation heraus wollen. Manche setzen aggressive Verhaltensweisen ein, um an sie gerichtete Anforderungen zu stoppen oder weil sie sich unwohl fühlen bzw. Schmerzen haben.
Es ist wichtig, solche Verhaltensweisen aus dem Blickwinkel der Betroffenen zu betrachten, damit man versteht, was sie gerade erreichen bzw. vermitteln wollen. Manche Angels benötigen Unterstützung in Form einer funktionalen Verhaltenstherapie.

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