Erziehung

AS-Kinder benötigen, wie gesunde Kinder mit schweren Entwicklungsstörungen auch, eine besondere Erziehung und Ausbildung. Die gesamte Palette an möglichen Interventionstrainings und „Bereicherungsprogrammen“ sollte dem AS-Kind zugänglich gemacht werden. Instabile Kinder oder Kinder, die nicht laufen können, können von einer Physiotherapie profitieren. Eine Beschäftigungstherapie kann stark unkoordinierten Kindern helfen, sich besser feinmotorisch und oralmotorisch in den Griff zu bekommen.

Spezielle verstellbare (Hoch-) Stühle können zum Sitzen notwendig sein. Sprach- und Kommunikationstherapie sind besonders wichtig und sollten sich besonders der nichtverbalen Kommunikation widmen. Extrem aktive und hypermotorische AS-Kinder bedürfen in Klassenzimmern besonderer Aufmerksamkeit. Zusätzliche Lehrkräfte sollten zur Verfügung stehen, damit allen Kindern genug Zuwendung entgegengebracht werden kann.

AS-Kinder brauchen in der Regel viel Platz, um sich auszudrücken und mit ihrer hypermotorischen Aktivität fertig zu werden. Das Klassenzimmer darf weder in der räumlichen Struktur, noch in der des Lehrplanes so konzipiert sein, dass das aktive AS-Kind sich nicht anpassen kann. Individualität und Flexibilität sind von besonderer Bedeutung.Intensives und konsequentes Verhaltenstraining kann den Erfolg haben, dass das AS-Kind sauber wird und die meisten Selbsthilfefähigkeiten wie Essen, Anziehen und allgemeine Aufgaben im Haus eigenständig ausüben kann. Da es ihm oft schwer fällt, bestimmte Aufgaben zu erfüllen oder es zu widerspenstigem Verhalten kommt, sollte dieSchule in der Lage sein, Verhaltenstherapieprogramme flexibel einzusetzen.

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