Fütterprobleme treten beim Säugling häufig auf, lösen sich aber größtenteils im Alter von 2 Jahren von selbst.

Die Schwierigkeiten werden manchmal auf das Desinteresse an der Nahrungsaufnahme geschoben, doch ist diese bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie beim Prader-Willi-Syndrom. Häufiges Hervorschieben der Zunge führt zu wiederholtem Ausspucken des Essens oder Breis, und diese Zungenbewegung könnte auf die vermutete zerebrale Lähmung zurückgeführt werden.Das Spucken kann so regelmäßig vorkommen, dass eine Untersuchung durch einen Gastroentologen empfohlen wird und meist ein schwacher oder mittelmäßig starker gastroesophagealer Reflux diagnostiziert wird.

Meistens spricht das Kind auf nichtchirurgische Behandlungsmethoden an (z.B. aufrechte Haltung während und nach dem Füttern). Bei einigen Kindern kann der Reflux jedoch so schwerwiegend sein, dass ein operativer Eingriff notwendig wird, um die Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen zu verengen und so die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Verdauung scheint normal und bei der Funktion von Leber und Galle sowie bei der Sekretion von Magensäure und der Funktion der Bauchspeicheldrüse konnten ebenfalls keine Anomalien bei AS-Patienten beobachtet werden.

Verstopfung kann bei einer geringen Anzahl von AS-Kindern zum chronischen Problem werden, kann jedoch in der Regel durch ballaststoffreiche Diät mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr sowie durch Verwendung von Stuhlweichmachern oder anderen Behandlungsmethoden wie z.B. Glycerinzäpfchen behoben werden.

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