Sprechen und Sprache

Viele AS-Kinder scheinen genug Verständnis oder rezeptive Intelligenz zu besitzen, um sprechen zu können. Aber bei den am weitesten Entwickelten kommt es zu keiner Ausbildung sinnvoller Sprache. Es ist kein Fall bekannt, wo ein Kind, das erwiesenermaßen unter AS leidet, ein sinnvolles Gespräch geführt hätte. Die typischen Sprachstörungen des AS können wie folgt dargestellt werden.

Babys und Kleinkinder weinen seltener als gesunde Kinder und "babbeln" und "gurren" weniger. Ein einzelner erkennbarer Laut, wie z.B. " Mama", kann sich im Alter von 10 bis 18 Monaten entwickeln, wird aber nur selten und ungezielt verwendet, ohne Bedeutungsträger zu sein.

Im Alter von 2-3 Jahren wird deutlich, dass die Sprachentwicklung verspätet ist. Es wird jedoch nicht unbedingt bemerkt, wie ruhig das AS-Kind allgemein ist; es weint und schreit nur selten. Nach dem dritten Lebensjahr versuchen die am weitesten entwickelten AS-Kinder sich mit nichtverbaler Sprache auszudrücken. Sie können auf Körperteile zeigen und einige ihrer Bedürfnisse durch Handbewegungen deutlich machen. Es fällt ihnen jedoch viel leichter, Aufforderungen zu verstehen und Folge zu leisten, als sich selbst auszudrücken.

Andere AS-Kinder, besonders Patienten mit starken Anfällen oder extrem hyperaktivem Verhalten, können nicht genug Aufmerksamkeit aufbringen, um auch nur die ersten Schritte der Kommunikation, wie z.B. Herstellung eines bedeutungsvollen Augenkontaktes, zu erlernen.

Die nichtverbalen Sprachfähigkeiten älterer AS-Kinder sind sehr unterschiedlich ausgeprägt, wobei die fortgeschrittensten unter ihnen ein bestimmtes Maß an Zeichensprache erlernen und Kommunikationshilfen wie z.B. Bildtafeln verwenden können, um sich auszudrücken.

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