Das Angelman-Syndrom ist sehr selten, aber betroffene Eltern sind nicht allein mit Ihren Sorgen – Wir sind da.

Harry Angelman, ein britischer Kinderneurologe, hat das Syndrom erstmals 1965 beschrieben. Es ist die Folge einer angeborenen seltenen genetischen Veränderung im Bereich des Chromosom 15. Im Schnitt tritt es bei einem von 30.000 Neugeborenen auf.

Charakteristisch für das Angelman-Syndrom ist eine starke Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung und das Ausbleiben von Sprache. Die geistige Entwicklung der meisten Betroffenen erreicht in etwa den Stand von Kleinkindern. Sie bedürfen auch als Jugendliche oder Erwachsene ständiger Betreuung, weil sie sich nicht selbst versorgen und Gefahren nicht erkennen können.

Drei von vier Angelman-Kindern leiden unter epileptischen Anfällen. Unbehandelt bergen diese ein ständiges Verletzungsrisiko, da sie beispielsweise mitten aus der Bewegung heraus zu Stürzen führen.

Eine Aussicht auf Heilung besteht bislang nicht.

Personen mit Angelman-Syndrom haben eine normale Lebenserwartung.

Durch ihr überdurchschnittlich häufiges Lachen sind Angelman-Kinder sehr fröhliche Menschen.

Der im Folgenden gezeigte Text stammt von der Konferenz zum Angelman-Syndrom 1987 in den USA(Quellenhinweis/Verfasser).
Er umfasst die "Definition des Angelman-Syndrom", eine Übersicht über "Die verschiedenen Entwicklungsphasen", zeigt "spezielle Merkmale" auf und stellt die genetische Ursache für das Angelman-Syndrom unter "Genetik" dar. Außerdem geht er auf die spezielle "Problematik Schule, Erziehung und Familie" ein.

Dieser Text wurde 2006 um neueste Erkenntnisse ergänzt (siehe "Neuer Ergänzungstext"), der Text von 1987 bleibt aber weiterhin im Wesentlichen relevant.