Viele Kinder haben jetzt dauernd etwas im Mund, strecken die Zunge heraus und sind ständig in Bewegung.

In diesem Alter wird die Entwicklungs­störung sehr deutlich und führt die Eltern dazu, ärztlichen Rat einzuholen. Der Umfang des Kopfes ist jetzt eventuell deutlich als mikrozephalgeneralisiert zu erkennen oder erste Krampfanfälle machen auf den ungewöhnlich kleinen Kopf und die Entwicklungsstörung aufmerksam. Die Anfälle sind meist nicht „hauptmotorisch“ (starke Anfälle), sondern von geringerem Ausmaß und daher oft schwer als solche erkennbar. Das EEG weist meist ungewöhnliche Kurven auf, so z.B. große, langsam ansteigende und spitz zulaufende Kurven, die auf eine „komplexe“ oder „variable“ Art der Anfälle hinweisen oder ein Zeichen für eine starke organische Entwicklungsstörung des Gehirns sind.

Trotz dieser Auffälligkeiten des EEGs ergeben neurodiagnostische Tests meist keine Anomalitäten. MRI-oder CT-Analysen zeigen keine entsprechenden Anomalitäten auf, sondern weisen auf eine geringfügige Atrophie des zerebralen Kortex hin.

Blut- und Urinproben, die auf metabolische Störungen untersucht werden, ergeben normale Werte. Muskelbiopsien, Untersuchungen der Leitungsfähigkeit der Nerven und andere neuromuskuläre Tests weisen ebenfalls normale Werte auf.

Die Verhaltensweisen der Kinder in diesem Alter werden besonders genau beobachtet. Sie sind oft überreizt, hypermotorisch und ständig in Bewegung. Viele haben dauernd ihre Hände oder ihr Spielzeug im Mund und dieses, zusammen mit der herausgestreckten Zunge und auffälligem Sabbern, kann ein besonders auffälliger Verhaltensaspekt sein. Während der Phasen, wo die Kinder besonders aufgeregt sind, kommt es oft zu übermäßigem Lachen mit hervorgestreckten, winkenden Armen. Dieser hypermotorische Zustand wird mit der sehr geringen Konzentrationsfähigkeit der Kinder in Zusammenhang gebracht, denn es ist schwer, ein AS - Kind auch nur wenige Minuten an einer Sache zu interessieren.In diesem Alter wird auch das fehlende Sprachvermögen deutlich. AS-Kinder scheinen Sprache zu verstehen. Es kommt zu sozialer Interaktion und sie „babbeln“ teilweise vor sich hin oder quietschen und schreien. Ein oder zwei gut verständliche Worte können gesprochen werden, werden jedoch meist zusammenhanglos verwendet.

Zur nächsten Entwicklungsphase: 3-8 Jahre